Kraut im Ohr - der Wildkräuter Podcast von Wild Weib Web

Kraut im Ohr

– Folge 47 –
Mit Fräulein Grün in den Wald:
Balsam für Seele und Immunsystem

SHOWNOTES

Hörst du die Baumwipfel über deinem Kopf? Riechst du den harzigen Geruch von Kiefernadeln und spürst du den moosigen Untergrund, durchzogen von Wurzelwerk, auf dem du tastend vorwärts gehst? Willkommen im Wald. In dieser Folge nimmt dich Bloggerin und Waldpädagogin Karina Reichl, vielen besser bekannt als “Fräulein Grün”, mit unter Wipfel und wogendes Blattwerk.

Warum sie so fasziniert vom Wald ist, erfährst du ebenso wie sie dir schnell und verständlich den sogenannten “Biophilia”-Aspekt erklärt. Du hörst, welchen positiven Effekt des Waldes auf unser Immunsystem hat und entspannst schon beim Zuhören. Außerdem gibt es schöne Tipps, wie du den Wald mit nach Hause nehmen kannst.

FOLGENNOTIZEN

Wonnemonat Mai 

Der Wald ist Apotheke und Ruheort, Reich für heimische Wildtiere und natürlich für unsere Pflanzenfreund*innen. Vor allem ist er eine Ladestation für unsere leeren Akkus. Ein Waldspaziergang hilft unserem Immunsystem weit mehr als viele Pillen. Karina Reichl ist leidenschaftliche Wildkräuter-Expertin und Waldkennerin. Sie betreibt ein eigenes Online-Radio rund um Kräuter, Heilpflanzen und ein “grüneres” Leben und ist mit ihrem erfolgreichen Blog “www.fraeuleingruen.at” vielen ein Begriff.

Für “Kraut im Ohr” spielt sie mit den Farben Gold und Grün und verrät uns zwei Lieblingsrezepte für mehr Wald in deinen Leben. Zur Nachahmung wärmstens empfohlen.

Rezept zur Pechsalbe

ZUTATEN
100 ml hochwertiges Olivenöl
ca. 40 g Baumharz
20 g Bienenwachs
ca. 5-6 getrocknete Ringelblumenblüten
ca. 15 getrocknete Kamillenblüten

ZUBEREITUNG
Zunächst erwärme ich das Olivenöl langsam in einem alten Topf oder einem alten Sieb (Die Rückstände des Harzes bekommt ihr nicht mehr raus) Dann gebe ich die getrockneten Ringelblumen und Kamillenblüten dazu. Das Öl nicht zu heiß werden lassen sonst gibt´s frittierte Blüten 🙂 Danach kommt das Harz hinzu. Hier löst sich der Wirkstoff aus den gesammelten Harzteilen und zurück bleiben ein paar Brocken Rinde und andere Rückstände. Das Ganze mindestens eine Stunde bei niedriger Hitze ausziehen lassen. Anschließend alles durch ein Sieb abseihen. Zur warmen Flüssigkeit gibt man nun das Bienenwachs hinzu. Alles langsam bei kleiner Hitze umrühren, bis sich das Wachs vollends aufgelöst hat. Dann in kleine vorbereitete Gefäße füllen und bereits nach wenigen Minuten seht ihr, wie sich durch die Festigkeit der Masse die Farbe in ein schönes Bienengelb verändert.

Rezept für Maiwipfel Sirup

ZUTATEN
1/3 des Einmachglases mit Maiwipferl (Tanne oder Fichte 🙂 füllen
5 – 10 frische Spitzwegerichblätter dazu und brauner Rohrzucker

ZUBEREITUNG
Der Inhalt des Glases wird nun mit den Zutaten geschichtet. Ideal ist es immer eine doppelte Menge an Wipferl zu nehmen als Zucker. Dazwischen die zerkleinerten Spitzwegerichblätter geben.

Die oberste Schicht sollte Zucker sein. Dann das Einmachglas verschließen und mehrere Wochen dunkel und kühl stehen lassen. Früher hat man das Glas im Boden vergraben, weil hier eine gleichbleibende Temperatur gewährleistet ist. Aber wenn man keinen Garten hat zum Vergraben, dann reicht auch ein kühler Vorraum wie bei mir z. B. Der Zucker zieht die Wirkstoffe aus den Wipferln und dem Spitzwegerich, verflüssigt sich und verwandelt sich so in einen wirkungsvollen Hustensaft.

Wenn es so weit ist, den Sirup abfiltern und in eine lichtgeschützte braune Flasche füllen. Der Hustensaft hält locker bis in den Winter, vor allem wenn er im Kühlschrank gelagert wird.
Wenn sich dann das erste Halskratzen ankündigt, gleich einen Teelöffel voll einnehmen. Vor allem für Kinder ist der gesunde Sirup aus der Natur durch den süßen Geschmack perfekt geeignet.

Hier findest du Fräulein Grün

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